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In Pattenham, Haßmoning und Stein a. d. Traun bestanden seit den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts jeweils eigenständige Feuerwehren. Sie wurden 1936 zur Freiwilligen Feuerwehr Stein an der Traun vereinigt. Ab 1885 gab es außerdem noch die Schloßfeuerwehr in Stein, die 1972 der Freiwilligen Feuerwehr Stein eingegliedert wurde. |
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Da es kaum Aufzeichnungen gibt, ist über die Feuerwehr Pattenham im übrigen nicht viel bekannt. Man weiß jedoch, das sie am 18. Oktober an der Fahnenweihe der Schloßfeuerwehr Stein teilnahm und am 25. Mai 1924 gemeinsam mit der Feuerwehr Truchtlaching ihr 50 - jähriges Gründungsfest feierte. Am 6. Mai 1928 nahm die Pattenhamer Wehr an der Fahnenweihe der Feuerwehr Haßmoning teil. Nach einer Statistik von 1909 verfügte die Freiwillige Feuerwehr Pattenham über 31 Mann (bei 207 Einwohnern) und 150 m Schlauchmaterial. Sie war Mitglied des Bezirksfeuerwehrverbandes Traunstein. Mit Wirkung vom 1. Januar 1936 wurde die Freiwillige Feuerwehr Pattenham mit der Freiwilligen Feuerwehr Stein vereinigt und als deren Abteilung Pattenham in das Grundbuch des Bayerischen Landes - Feuerwehr - Verbandes eingetragen. |
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Als offizielles Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Haßmoning wird im Verzeichnis der Feuerwehren des Bayerischen Landesfeuerwehrverbandes aus dem Jahr 1909 der 24. Juli 1892 angegeben. Tatsächlich wird die Feuerwehr der ehemaligen Gemeinde Haßmoning jedoch bereits 1874 zum erstenmal erwähnt. Sie hatte seinerzeit eine fahrbare Löschmaschine im Wert von 350 Gulden, 18 Feuereimer und drei Feuerhaken. 1909 wies sie eine Mannschaftsstärke von 41 (bei 236 Einwohnern) auf und verfügte über 90 m Schlauchmaterial. Nach einer Kriegschronik hatte die Feuerwehr Haßmoning im Jahr 1918 53 Mitglieder. Vor dem Ersten Weltkrieg waren es 67 Mitglieder gewesen. Auch die Protokolle der Feuerwehr Haßmoning sind nicht mehr vorhanden. Aus einem Artikel des Trostberger Wochenblatts vom 11. Juni 1892 ergibt sich aber, dass sich auch die Haßmoninger Wehr an der Fahnenweihe der Schloßfeuerwehr Stein beteiligte. Die Weihe ihrer eigenen Fahne feierte die Feuerwehr Haßmoning am 6. Mai 1928 in der Filialkirche Irsing. Diese Fahne ist noch erhalten. |
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Nach dem ältesten Stammlistenbuch der Gemeindefeuerwehr Stein gründete Fürst Nikolaus von Leuchtenbert 1885 die Schloßfeuerwehr mit 20 Mann. Ihr Kommandant war der Kutscher Wolfgang Schönauer. Sieben Jahre später, am 17. Oktober 1892 erhielt die Schloßfeuerwehr ihre neue Fahne. Die 1892 geweihte Fahne ist noch heute vorhanden. Sie trägt jetzt allerdings das Wappen des Grafen von Arco - Zinneberg und wurde nach gründlicher Renovierung am 23. April 1962 neu geweiht. 1909 hatte die Schloßfeuerwehr 26 Mitglieder und verfügte über 405 m Schlauchmaterial. Die Ausrüstung dieser Wehr wurde übrigens je zur Hälfte von den jeweiligen Schloßgutbesitzern und der Gemeinde Stein bezahlt. So bekam die Schloßfeuerwehr beispielsweise 1956 eine neue Motorspritze und 1958 ein neues Löschfahrzeug. Vorher hatte sie eine Lafettenspritze und 1958 einen Wagen für 10 Mann, beide aus dem Jahr 1926, in Gebrauch. Die Schloßwehr blieb auch über das Jahr 1936, in dem die anderen Wehren im Gemeindegebiet vereinigt wurden, als betriebliche Einrichtung weiterhin selbständig. Der Wert ihrer Ausrüstung betrug im Jahr 1962 ca. 32.000 DM. Darunter befand sich eine TS 8, die zum Beispiel beim Brand des Vogeljägeranwesens in Plattenberg am 29. Juli 1963 eingesetzt wurde. 1972 wurde die Schloßfeuerwehr unter ihrem letzten Kommandanten Erwin Huber der Freiwilligen Feuerwehr Stein a. d. Traun eingegliedert. Ihr gehörten zuletzt 21 aktive Feuerwehrleute an. |
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Durch Übungen und Lehrgänge konnte die Schlagkraft und Einsatzfähigkeit der Feuerwehr Stein laufend erhöht werden. Besonders erfreulich ist, dass 1996 auch eine Jugendgruppe gegründet werden konnte. Zur Zeit liegt der Aktivenstand der Steiner Wehr bei 92 Männern und 8 Frauen inkl. 14 Mitglieder der Jugendgruppe. Der Feuerwehrverein zählt zur Zeit 136 passive und fördernde Mitglieder unter anderem drei Ehrenmitglieder (Ehrenkommandant: Peter Schuhbeck und Ehrenmitglieder: Josef Sieber und Dr. Michael Elsen)
Auch die Ausrüstung und deren Unterbringung wurde im Laufe der Zeit ständig verbessert. So begannen 1967 die Planungen für ein zeitgemäßes Feuerwehrhaus. Dieses Gebäude konnte 1972 seiner Bestimmung übergeben werden. Im gleichen Jahr bekam die Feuerwehr ein neues LF 8 Über die Einweihung schrieb das Trostberger Tagblatt von 29./30. Mai 1972: |
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Im Jahre 2003 feierte die Feuerwehr Stein a.d. Traun schließlich ihr 125-jähriges Gründungsfest. Dort wurde auch die restaurierte Fahne der Schlossfeuerwehr Stein wieder neu geweiht. Als Pate bei diesem besonderen Ereignis konnte die Werksfeuerwehr Bosch / Siemens Traunreut gewonnen werden. Die große Festwoche konnte einige Höhepunkte bieten, unter anderem spielten die Originalen Jungen Oberkrainer im vollbesetzten Bierzelt auf, oder eine Powerparty für die Jugend mit der Band Top-Spin. Bei strahlendem Sonnenschein wurde schließlich am 29. Juni das Gründungsfest gefeiert. Am Fest nahmen ca. 1500 Gäste aus über 60 Vereinen der Umgebung teil. Beim Festabend übergab der damalige Direktor der Schlossbrauerei Stein Dr. Michael Elsen der Steiner Feuerwehr offiziell die alte Fahne aus dem Jahr 1892, eine Holzdrehleiter aus dem Jahre 1906 und eine Tragkraftspritze von 1956, die letzten Überreste der Schlossfeuerwehr Stein. Die Gerätschaften wurden in mühevoller Arbeit durch Mitglieder der Feuerwehr restauriert. Die TS ist wieder voll funktionsfähig. |
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Einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte konnte die Feuerwehr Stein a.d. Traun am 28.08.2005 feiern. An diesem Tag wurde das seit Jahren erwartete neue Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) in Verbindung mit einem “Tag der offenen Tür” eingeweiht. Bereits im Jahre 2001 wurden die ersten Anträge für ein neues Fahrzeug gestellt, da das alte TSF von 1978 bereits 23 Jahre im Einsatz war und nicht mehr den technischen Anforderungen entsprach. Anfang des Jahres 2005 konnte dann endlich der Auftrag für das neue TSF vergeben werden. Da die genehmigten Haushaltsmittel der Stadt Traunreut nicht ausreichten, gab der Feuerwehrverein einen kräftigen Zuschuss. |